Reiseblog

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

(13.04.19) Jetzt sind es noch 10 Wochen bis zum Start, der Motorradträger bekommt noch einen Planenaufbau, da wir noch zusätzlichen Stauraum benötigen.

(01.06.19) Das Wohnmobil hat eine neue Rückfahrkamera bekommen, der Motorradträger ein weiteres Regal und  weitere wichtige Sachen. Bis es dann in 4 Wochen losgeht, muss das Wohnmobil noch einmal zur Inspektion. Wir freuen uns sehr auf die Reise, auch wenn uns jetzt gerade die Zeit wegläuft. 

Endlich geht's los!

(27.06.19) Heute haben wir endlich unsere Europareise angetreten. Das erste Etappenziel sind unsere Grosseltern in Stuttgart. Dann gehts noch heute Nacht in Richtung Hamburg, wo wir das Wochenende verbringen.







Erster Stellplatz

(28.06.19) Nach einem Zwischenhalt in Göttingen, sind wir heute Mittag an der Elbe angekommen. Das Klima ist nach der Hitze zuhause sehr angenehm, und auch die Elbe hat Badetemperatur, was wir heute getestet haben. Morgen steht eine Stadtbesichtigung von Hamburg auf dem Plan. Wir freuen  uns sehr auf das anstehende Wochenende.





Ab nach Skandinavien

(01.07.19) Gestern Abend sind wir aufgebrochen nach Rostock, wo wir heute morgen auf die Fähre nach Trelleborg gefahren sind. 
Nach 7 Stunden Fahrt haben wir dann Trelleborg erreicht und haben uns direkt auf den Weg zum nächsten Hafen gemacht. Wir wurden von einem kühlen Klima und dem ersten Regen empfangen. Um nach Gotland zu gelangen nahmen wir die Fähre von Oskarshamn nach Visby. Da wir keine Fähre gebucht hatten, kamen wir auf die Warteliste. Mit etwas Glück haben wir es als Letzte auf die Fähre geschafft und verbringen nun die nächsten paar Tage auf Gotland. (Video folgt)

Gotland

(05.07.19) Auf der grössten Insel Schwedens reisten zuerst nach Grynge, wo Norbert schon als Kind viele Urlaube verbracht hat. Nach ein paar Tagen wurde uns dort langweilig und wir fuhren nach Norden auf die, zu Gotland gehörende, Insel Fårö. Hier, in einem Ferienresort, gibt es sehr viele Sachen zu erleben und zu entdecken. Neben einem Outdoor-Fitnessstudio, einem Pool  und einem Supermarkt, gibt es sogar ein Kino (leider auf Schwedisch).




Fårö (Gotland)

(07.07.19) Heute haben wir das Ferienresort verlassen und sind an einen abgelegenen See gefahren. Jetzt sind wir unterwegs nach Visby, der Hauptstadt Gotlands, die wir morgen besichtigen werden. Danach werden wir nachts ans Festland übersetzen. Auf Gotland war es relativ kühl für diese Jahreszeit, woran wir uns wohl gewöhnen müssen... 


Stockholm

(11.07.19) Nachdem wir mitten in der Nacht in Nynäshamn ans Festland gefahren sind, kamen wir dann am Dienstagmorgen auf einem Campingplatz in der Nähe von Stockholm an. In den darauffolgenden Tagen haben wir uns Stockholm angeschaut. Die nächsten Tage werden wir hauptsächlich fahren, um Strecke zum Nordkap zu machen.


Destination Nordkap

(13.07.19) Endlich sind wir auf dem Weg!
Wir sind von Stockholm nun schon 691km nach Norden gefahren, und können jetzt schon einen Hauch Mitternachtssonne erfahren. Es ist jetzt Mitternacht und gerade Dämmerung. Auch das Klima ist merkbar kälter geworden, wir müssen jetzt nachts heizen.

(13.07.19) Jetzt ist es fast mittags und wir haben noch etwa 630 km vor uns. Wir haben vor einer Stunde den Polarkreis passiert und haben sogar schon Rentiere gesehen. ( Fotos!!!)

Nordkap

(14.07.19) Gestern sind wir nach langer Fahrt um 21:30 an der Spitze Europas angekommen. Wir hatten Glück, denn es bot sich uns ein weiter Blick auf das Polarmeer, was sehr selten ist. Wir sind jetzt auf 71° nördlich, wo bis 31. Juli die Mitternachtssonne zu sehen ist. Wir haben sie noch nicht gesehen, aber es wurde nicht dunkel. Um drei Uhr nachts war es so hell wie nachmittags!



Hammerfest

(16.07.19) In der Nähe von Hammerfest in Forsøl haben wir die letzten zwei Tage verbracht und haben fast die Sonne an ihrem Tiefpunkt am Horizont gesehen. Wir sind auf den Felsen dort herumgeklettert und wollten sogar unser Schlauchboot auspacken. Es war uns dann aber doch zu kalt, bei einer konstanten Aussentemperatur von 8-10° C.

Spåkenes

(17.07.19) Gestern sind wir dann in Richtung Westen gefahren und haben an der Halbinsel Spåkenes Rast gefunden. Von hier hatten wir einen wunderbaren Blick auf den Sonnenuntergang / Aufgang und die Lyngenalpen. Hier erreicht die Sonne ihren Tiefstand um ca. 01:00. Jetzt fahren wir zu einem Campingplatz in der Nähe von Tromsø.

Skittenenlv

(20.07.19) Von Spåkenes sind wir Mittwoch in die Nähe von Tromsø gefahren, wo wir jetzt seit 3 Tagen sind und schon viel erlebt haben. Gestern haben wir Tromsø besichtigt und haben heute unser Schlauchboot auf dem Fjord getestet. Da das Wetter ab Montag schlecht gemeldet ist, werden wir am Sonntag Abend weiterreisen.




Richtung Lofoten

(22.07.19) Gestern Abend sind wir wie geplant nach Senja aufgebrochen, einer Insel, die für ihre schöne Landschaft bekannt ist. Nach der Überfahrt haben  wir nach langer Suche am Hafen in Lysnes übernachtet. Am nächsten Tag haben wir uns entschlossen, Senja liegen zu lassen und weiter Richtung Lofoten zu fahren. Auf dem Weg nach Gryllefjord haben wir einen Abstecher nach Husøy gemacht, um einzukaufen und kurz Drohne zu fliegen. Jetzt sind wir in der Nähe von Andenes auf einem Campingplatz, von wo wir die Vesterålen mit unseren Rollern erkunden werden.

Tschüss Andøya, Hallo Langøya!

(25.07.19) In Andøya hatten wir am Dienstag Glück mit dem Wetter, als wir die Walsafari gemacht haben. Mit anschliessendem Museumsbesuch war dieser Ausflug sehr interessant und beeindruckend. Wir haben drei Pottwale gesehen, die bis zu 20 Meter lang und 50 Tonnen schwer werden können. Sie sind die grössten bezahnten Tiere der Erde! Danach folgten zwei Tage schlechten Wetters, die wir im gemütlichen Wohnmobil verbracht haben. Heute sind wir dann Richtung Süden auf die Insel Langøya gefahren, wo wir nun auf der Halbinsel Gisløya stehen (Video Gisløya folgt schnellstmöglich ;-) ).




Gisløy – Eine Heimat in der Fremde

(29.07.19) Auf Gisløya haben wir einen wunderschönen Stellplatz gefunden, auf dem wir gratis stehen durften und wo sogar eine Küche und Sanitärräume vor Ort waren. Als wir dort ankamen kam der Stellplatzbetreiber Arne und hat sich zu uns an Wohnmobil gesetzt. Er lud uns zu einem Fest ein, wo wir spontan Musik machten. Dadurch wurden wir im 70-Seelendorf Gisløy bekannt. Am nächsten Abend durften wir ein norwegisches Festmahl geniessen, zu dem uns Arne und seine Schwester Hildegunn eingeladen hatte. Wir haben uns sehr über den freundschaftlichen Kontakt mit den Einheimischen gefreut. Heute sind wir schweren Herzens aufgebrochen und sind jetzt auf den Lofoten angekommen. Morgen werden wir uns einen Campingplatz suchen, um mit unseren Rollern die nördlichen Lofoten zu besichtigen.

Lofoten – Ein Traum

(01.08.19) Wir haben in Rystad einen traumhaften Campingplatz direkt am Fjord gefunden. Von dort haben wir in den letzten drei Tagen die Lofoten mit unseren Rollern unsicher gemacht. Wir sind spektakuläre Strassen gefahren und haben das Wikingermuseum in Borg besucht. Heute sind wir nun mit schönen Erinnerungen und massenhaft Videomaterial  weiter Richtung Süden gefahren. Von dem strandnahen Campingplatz in Fredvang werden wir die nächsten drei Tage die südlichen Lofoten mit den Rollern erkunden.

Nusfjord 

(03.08.19) Gestern sind wir mit den Rollern in das abgelegene alte Fischerdörfchen Nusfjord gefahren, welches für die typisch norwegischen Fischerhäuschen bekannt ist. Es ist so schön dort, dass die Einwohner 50 NOK (5€) pro Kopf Eintritt verlangen. Zu unserem Glück war die Kasse unbesetzt, so dass wir gratis zwischen den idyllischen Fischerhäusern und Anlegekais herum spazieren konnten. Als Andenken haben wir uns in der einzigen Bäckerei im Ort ein schönes Brot gekauft, das heute zum Frühstück angeschnitten wurde. Das Beste Brot in Norwegen bisher :). 

Reine & Å – das Ende des Lofoten-Traums

(04.08.19) Die letzte Rollertour auf den Lofoten führte uns gestern nach Reine und Å, wo die Touristenstrasse E10 auf einem Parkplatz endet. In Reine haben wir den berühmten Reinbringen bestiegen, ein dreiviertelstündiger Aufstieg über steile Steintreppen und offenes Gelände. Wir wurden jedoch nicht enttäuscht, als sich uns der Blick in das Tal eröffnete. Danach fuhren wir, am wahrscheinlich meistfotografierten Ortsschild der Welt vorbei, nach Å. Dort machten wir einen kleinen Spaziergang durch das malerische Fischerdorf, der Hunger trieb uns jedoch schnell wieder auf die Roller und zurück nach Fredvang.

Furoy

(07.08.19) Am Sonntag packten wir unsere Sachen und verliessen die Lofoten mit der Fähre von Moskenes nach Bodø. Wir fuhren zum Gas tanken nach Fauske, wo wir an einem Supermarkt übernachteten. Am nächsten Tag fuhren wir auf der E17 weiter nach Süden. Wir fanden einen schönen Campingplatz in der Nähe der Route mit einem Anlegesteg. Wir haben dort zum ersten Mal wieder ansatzweise Nacht erlebt.

Ausflug zum Engebreen – ein Erlebnis

(07.08.19) Gestern haben wir mit unserem Schlauchboot einen Ausflug zum nahegelegenen Ableger des Svartisen-Gletschers gemacht, dem zweitgrössten Gletscher Norwegens, der sich über eine Fläche von 270 km2 erstreckt. Wir legten an einem Fahrradverleih an und fuhren mit geliehenen Fahrrädern bis es nicht mehr weiter ging. Dann gingen wir über die Felsen, wo sich der Gletscher vor einigen Jahren noch seinen Weg ins Tal gebahnt hatte. Doch Klimawandel und Treibhauseffekt setzen den nördlichen Eismassen zu. Der stellte der Tag für uns ein echtes Highlight dar; mit Boot und Fahrrad fahren, wandern und klettern. Auch wenn der Engebreen nur ein Bruchteil des Svartisens ist, machte die gewaltige Eismasse, deren Farbpalette von weiss bis tiefblau reicht, reichlich Eindruck auf uns.

Trondheim

(11.08.19) Am vergangenem Donnerstag haben wir der Hafenstadt Trondheim einen Besuch abgestattet. Wir besuchten den Nidarosdom, das sogenannte "Herz von Norwegen", wo früher der norwegische König gekrönt wurde. Danach bummelten wir durch die Innenstadt und besichtigten im Vorbeigehen die königliche Residenz in Trondheim. Dann machten wir uns auf den Weg zu der auf einem kleinen Hügel gelegenen Festung Kristiansen. Von dort hatte man einen schönen Rundblick auf die Stadt. Die Drohne konnten wir nicht steigen lassen, da sich Trondheim in einer NoFlight-Zone befindet. Wir hatten sehr viel Spass mit den Elektrorollern, die überall in der Stadt auf einen Mieter warten. am gleichen Tag noch fuhren wir weiter in Richtung Trollstigen und Geiranger.

Trollstigen & Geirangerfjord

(11.08.19) Wir kamen spätnachts auf dem unweit des Trollstigens gelegenen Campingplatz an. Am nächsten Tag machten wir die Roller runter und fuhren die wenigen Kilometer zum Trollstigen, der mit dem Zweirad sehr viel Spass machte. Nach einem Zwischenhalt an der Aussichtsplattform fuhren wir Richtung Geiranger. Nach malerischen Strassen durchs Gebirge und einer Fähre fuhren wir in den wohl berühmtesten Fjord Norwegens hinein, den Geirangerfjord. Das an manchen Stellen türkisfarbene Wasser wurde zu unserem Glück von einem gerade auslaufenden Kreuzfahrtschiff gekrönt. Nach einer kleinen Pause in der Touristenstadt Geiranger fuhren wir dann den ganzen Weg wieder zurück, durch die Täler und den Trollstigen herunter. Wir verbrachten dann noch einen schönen Abend auf dem Campingplatz.

Oslo

(13.08.19) Am Samstagabend kamen wir am Eckeberg Camping in der Nähe vom Zentrum Oslos an. Am darauffolgenden Tag buchten wir eine "Hop on-Hop off" Bus & Bootfahrt, und fuhren mit Bus und Strassenbahn zum Rathausplatz, von wo wir dann nach einem kleinen Snack zur Haltestelle der Stadtrundfahrt gingen. Wir stiegen in den Bus ein, verliessen den Bus am Fram-Museum, um dort ins Boot zu steigen. Es war an diesem Sonntag nicht gerade das beste Wetter, was aber unseren Ausflug nicht beeinträchtigte. Am gestrigen Montag fuhren wir dann auf die Fähre nach Kopenhagen, und mussten wohl oder übel Abschied von Land der Fjorde und Trolle nehmen.

Kopenhagen

(15.08.19) Nach einer 17-stündigen Fähre haben wir am Dienstag am Kai von Kopenhagen angelegt. Mit 8 km zum Zentrum stand uns nichts im Wege, eine Rollertour vom Campingplatz zu unternehmen. Der Freizeitpark Tivoli stand gestern als erstes auf der Liste. Wir fuhren Achterbahn und verzockten dänische Kronen an Wurfständen und Geschicklichkeitsspielen für einen kleinen Plüsch-Flamingo für Pauline. Im Nyhavn (deutsch: Neuer Hafen, neu war er vor 300 Jahren :)) buchten wir spontan eine Bootstour, die sich als gold wert erwies. Komplett stressfrei fuhren wir unter den vielen Brücken der Hauptstadt hindurch und bekamen die am Wasser gelegenen Sehenswürdigkeiten, abseits der Touristenmassen, umgeben von nichts als Wasser, dreisprachig erklärt. Da Pauline einen Magendarminfekt hat , haben wir die Abreise von gestern Abend auf heute morgen verschoben. 
Nun sind wir wieder in Deutschland, und haben Station bei Freunden in Rendsburg gemacht um ein paar Kleinigkeiten am Wohnmobil zu reparieren. Morgen geht es, nach einem Arztbesuch von Pauline und einer Aufstockung der Vorräte, weiter auf der Route.

Paris

(21.08.19) Nach einem Fahrmarathon vom Familienoberhaupt standen wir morgens am 16.08.19 an unserem Campingplatz in einem Vorort von Paris. Wir fuhren an dem regnerischen Samstag zum ersten Mal mit der Metro zum Triumphbogen und schlenderten die Champs-Élysées hinunter Richtung Louvre. Da dieser berühmte Strassenzug völlig überfüllt und das Wetter wirklich schlecht war, brachen wir ab und fuhren zurück. Am nächsten Tag steuerten wir dann als erstes das Louvre an, welches wir jedoch wegen der langen Wartezeit nicht besuchten. Ausserdem wäre es nicht schlau gewesen, die wenigen Sonnenstunden unter der Erde zu verbringen. Wir entschlossen uns zu einer Riesenradfahrt und nahmen dann am Eiffelturm an einer Bootstour auf der Seine teil, womit wir schon in Kopenhagen gute Erfahrungen gemacht hatten. Unseren Parisausflug beendeten wir dann im Künstlerviertel Montmartre mit dem Besuch der Sacré-Cœur. Am selben Abend wurden wir dann noch in die Bretagne gefahren, unser alljährliches Urlaubsziel, wo wir uns ein paar Tage vom Städterummel erholen wollen. 
Da wir hier in der Bretagne so gut wie kein Netz haben, wird das Paris Video erst kommen wenn wir wieder unterwegs sind, tut uns leid. Hoffentlich reicht es überhaupt um die Website zu aktualisieren. 
(22.08.19) Das Video ist jetzt da! Wir haben einen Platz gefunden wo man 4G hat.

Bretagne

(28.08.19) Auf unserem Stammcampingplatz "Le Camping du Pont de l'Étang" in der Nähe vom Cap Fréhel haben wir eine sehr entspannte Woche verbracht. Zu Jonas 15. Geburtstag haben wir unsere bretonischen Freunde eingeladen und ein kleines Fest veranstaltet. Wir hatten ausgezeichnetes Wetter in einer Region, die für schnelle Wetterumsprünge bekannt ist, und genossen den erfrischenden Atlantik, der fast schon in den Ärmelkanal übergeht. Bevor wir dann nach Süden aufgebrochen sind, haben wir noch auf dem Bauernhof unserer Freunde in der Nähe von Corseul übernachtet. Gegen Abend waren wir bei Gérard & Cathrine (unseren bretonischen Grosseltern) zum bretonischen Abendessen eingeladen. Mit vollen Mägen sind wir dann Richtung Lit-et-Mix losgefahren, wo wir eine Woche surfen werden. Danach geht es zum nächsten Surfspot, nach Somo. 

Lit-et-Mixe und Bidart

(02.09.19) Nach einer Übernachtung kurz vor La Rochelle sind wir in der Mittagshitze in Lit-et-Mixe angekommen. Wir hatten drei Campingplätze zur Auswahl: 2 5-Sterne Campings mit Pool, Animation etc, und einen kleinen Campingplatz an einem Bauernhof. Wir entschieden uns richtig, als wir auf den Bauernhof fuhren, denn es war sehr ruhig und nicht überfüllt. Mit dem Roller haben wir die immerhin 8 min zum Strand zurückgelegt. Uns wurde die Surfschule "Wanna surf better" empfohlen ( https://www.wannasurfbetter.com ), die am Eingang des einen Grosscampings gelegen ist. Wir machten einen Surfkurs für den nächsten Tag aus. Der Besitzer Yann war sehr nett und sympathisch, weshalb wir direkt nochmal eine Stunde buchten. Leider ging die Saison zu Ende, sodass eine 3. Stunde nicht möglich war. Daraufhin fuhren wir los und stoppten in Bidart, wo wir ein bisschen surfen üben wollten. Jedoch war das eher ein Profi-Strand, sodass wir nicht richtig zum surfen kamen. Jetzt sind wir unterwegs nach Nordspanien, wo es mildere Wellen geben soll. Nach einem kurzen Surfstopp in Somo geht es in die Picos de Europa, eine Gebirgskette im Norden der iberischen Halbinsel.

Picos de Europa

(08.09.19) In den Picos de Europa, ein an der Nordküste Spanien gelegenes Küstengebirge, kamen wir am 3. September auf dem kleinen Campingplatz El Cares an, wir nutzen den angebrochenen Tag, um ein bisschen Schule zu machen. Wir beschlossen, die Picos vom Wanderweg aus zu erkunden. Am nächsten Tag fuhren wir mit den Rollern zum Anfang eines 12 km langen Wanderwegs. Wir hatten jedoch nicht den Anspruch an uns, den ganzen Weg hin und zurück zu laufen, sondern drehten einfach um, als wir genug hatten. An beiden Abenden besuchten wir das am Campingplatz gelegene Restaurant, wo wir mit regionaler Küche belohnt wurden. Es war, wenn die Sonne weg war, aber schon wieder sehr kalt. So war es nur eine Frage der Zeit bis es uns wieder zum Surfen zog.

Rodiles

(09.09.19) Zum Surfen fuhren wir nach Rodiles, einen Spot den Yann (unser Surflehrer) uns empfohlen hatte. Wir gingen direkt als wir ankamen in die Wellen. Am nächsten Morgen nahmen wir in Rodiles noch eine Surfstunde, in der Hoffnung noch ein paar Tipps zu bekommen, diese erwies sich jedoch als Reinfall. Wir standen auf einem Parkplatz direkt am Strand, wo man mit dem Wohnmobil stehen, aber kein Campingverhalten zeigen durfte. Es uns aber zu riskant dort stehen zu bleiben, da der Strand am Kochende sehr voll wurde und wir Angst hatten das Somo allein zu lassen und bestohlen zu werden. Wir sind an der Nordküste weiter gefahren und haben aber keinen Campingplatz gefunden der grosse Plätze hatte und noch offen hatte. Jetzt sind wir süd-westlich von A Coruña in der Nähe vom Kap Finisterre.

Costa da Mortes

(13.09.19) In dem Teil von Spanien, wo wir auf dem Campingplatz standen, waren meine Eltern das letzte Mal 2001, als meine Schwester und ich noch nicht auf der Welt waren. Damals konnte man sich noch überall hinstellen und es gab wenig Tourismus in der Region. Mein Vater wollte unbedingt nochmal an einer bestimmten Bucht stehen, wo dieses Foto entstanden ist. Mit den Rollern fanden wir dann die Bucht, die aber heute ein Naturschutzgebiet ist. Aber in Strandnähe befindet sich ein Parkplatz. Nach dem erfolgreichen Fund besuchten wir das Ende des Jakobweges, das Kap Finisterre. Hier gibt es den allerletzten Stempel für die Pilger, die das Durchhaltevermögen hatten, nach Santiago de Compostela noch weiter zu wandern. Wir fuhren noch am selben Abend an den "geheimen" Strand mit dem Namen  "Praia do Rostro". Wir standen die erste Nacht in den Dünen, mit wunderbarer Aussicht aufs Meer, doch am nächsten Morgen kam jemand von der Gemeinde und bat uns, auf den Parkplatz zu fahren. Abends fuhren wir dann weiter nach Vigo.

Vigo & Illas Cíes

(16.09.19) In Vigo fanden wir einen bewachten Parkplatz in der Nähe des Zentrums, von wo man das Zentrum gut mit dem Bus erreichen kann. Sehr berühmt ist der Nationalpark Illas Cíes, mehrere Inseln, auf die man nur mit einer Genehmigung kommt. Am Hafen bekamen wir diese zusammen mit den Tickets und fuhren 45 min mit dem Boot auf die Insel Cíes, die grösste der Inseln. Nach einer kurzen Abkühlung im sehr kalten Wasser, wanderten wir einen der vielen Wanderwege entlang. Auf der Insel gibt es mehrere Restaurants und auch einen Zeltplatz. Die ganze Insel ist Naturschutzgebiet, man muss seinen Müll wieder mit von der Insel herunternehmen und auch fischen und angeln ist nicht erlaubt. Zu Abend assen wir in einem sehr guten Restaurant in der Innenstadt,  dem "Le Central". Zurück zum Womo kamen wir mit dem Taxi, da nach 10.00 keine Busse mehr fahren.

Sao Pedro de Moel

(19.09.19)  Nachmittags am 13.09.19 kamen wir in Polvoeiro an und standen dort an einem Weg hinunter zum Strand. Der Strand war schön, der Parkplatz war uns jedoch zu unsicher, deshalb fuhren wir ein paar Kilometer nach Norden, wo ein Campingplatz war. Er war zwar ein bisschen heruntergekommen und verwahrlost, aber es funktionierte alles. Auf dem Camping gab es ein Café: "Elsas Café". Am 14. waren wir abends zum Sommerabschiedsfest eingeladen, wo wir wie in Gisloy Musik machten. Wir fühlten uns sehr willkommen, und haben viele neue nette Menschen kennengelernt. Wir hatten während unseres Aufenthalts kleine Untermieter bei uns im Wohnmobil: Ameisen. Sie kamen über die Hubstützen in die Karosserie und dann in den Innenraum. Wir versuchten, die Insekten mit dem Staubsauger aufzuhalten. Er lief fast durchgehend. Am 16.09.19 fuhren wir nach Lissabon, freut euch auf das Video!


Lissabon

(23.09.19) Lissabon: eine beeindruckende Stadt mit schönen Strassen und vielen Sehenswürdigkeiten. Wir standen in der Nähe des Zentrums auf "Lisboa Camping & Bungalows". Am Tag der Ankunft, dem 16. September, fuhren wir abends noch mit dem Taxi in die Stadt. Der sehr nette Taxifahrer war wohl an Touristen gewöhnt und gab uns im Vorbeifahren kurze Informationen in gebrochenem Englisch. Der grösste Platz der Stadt, der Praça do Comércio, lockt mit vielen Cafés und Geschäften, im Zentrum eine Statue von José I. Durch den beeindruckenden Bogen Arco da Rua Augusta geht es in die Innenstadt, wo auch die berühmte Aussichtsplattform mit Aufzug steht: der Elevador de Santa Justa, der in den höher gelegenen Stadtteil Chiado führt. Auf der Suche nach dem richtigen Restaurant im kulinarischen Dschungel der Innenstadt erwischten wir leider ein weniger gutes Restaurant. Trotzdem gesättigt, nahmen wir das Taxi zurück zum Camping. Am nächsten Tag fuhren wir nicht wieder nach Lissabon, sondern mit den Rollern in das etwa 35 km entfernte Sintra, wo in einem Nationalpark zwei Burgen aus früheren Zeiten stehen. Der Palácio Nacional da Pena und das Castelo dos Mouros. Der Eintritt kostete 50€ und 27€ für alle, was uns ein bisschen teuer vorkam. Abends fand zufällig das Champions League Spiel Rb Leipzig gegen Benfica Lissabon statt. Wir hatten zwei Tage zuvor Tickets gekauft, leider im Benfica Block, und der Sieg für die deutschen Gäste war die Krönung des Tages. Mittwochs standen dann die restlichen Hotspots von Lissabon auf der Abhakliste. Als erstes fuhren wir, wieder mit dem Taxi (sehr günstig, nur zu empfehlen), zum Kloster mit Kirche Mosteiro dos Jerónimos. Der Eintritt in die Kirche war gratis und hat sich gelohnt. Die Besichtigung der Klosteranlage liessen wir aufgrund der langen Warteschlange aus. In der Nähe war das Café, das die berühmt-berüchtigten Pastéis de Belém  verkauft. Im anliegenden Park verspeisten wir die noch warmen Pasteten. Vom Park war es nur ein kleiner Fussmarsch bis zum Padrão dos Descobrimentos , wo wir uns vier Elektroroller ausliehen um zum Torre de Belém zu fahren. Beide bestiegen wir nicht, weil wir die Fähre zur Cristo Rei, einer Christusstatue, inspiriert von jener in Rio, die auf einem 75m-Sockel über Lissabon und die Ponte 25 de Abril wacht, kriegen wollten. Diese verpassten wir leider, wir nahmen wieder ein Taxi. Nach kurzem Stop an der Statue, gings dann wieder zurück zum Campingplatz. Am Donnerstag dem 19. September ging es dann weiter in Richtung Algarve....

Algarve

(26.09.19) Auf eine Einladung hin fuhren wir am
19.09.19  zu Freunden in die Algarve, die in der Nähe von Barão de São Miguel ein Grundstück haben. Wir haben sie durch unser Wohnmobil kennengelernt, auf einem Treffen der Clou-Freunde. Neben vier Hunden haben sie zwei Esel, ein Shetlandpony, ein Schwein, Hühner, Ziegen und eine Katze. Wir hatten eine sehr schöne Zeit und viel Spass mit den vielen Tieren. Am 22.09.19 fuhren wir mit den Rollern nach Sagres und besuchten die zwei Kaps, wo die Fortaleza de Sagres und der Leuchtturm Farol do Cabo de São Vicente stehen. Am Abend machten wir eine 4x4 Tour durch das umliegende Tal und fuhren durch die durch den seltenen Regen des vorherigen Tages mit Wasser gefüllten Schlaglöcher. In unserer Tiefkühltruhe waren noch drei Kilo Huftsteak, die als Belohnung auf den Grill kamen. Am nächsten Tag brachen wir unsere Zelte in der Algarve ab und fuhren Richtung Tarifa.

Tarifa

(29.09.19) Auf dem Weg nach Tarifa trafen wir uns noch mit dem Vorbesitzer unseres Clous und seiner Partnerin in Lagos. Wir hatten einen schönen Abend in einem italienischen Restaurant. Am nächsten Morgen/Mittag (24.09.19) ging es dann nach Tarifa, der südlichste Festlandspunkt Europas der nur 13.5km vom Afrikanischen Kontinent entfernt ist. Leider ist das Kap vor der Stadt das sich in Richtung Marrokkos streckt nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Altstadt lockt mit engen Gassen und schöner schlichter Architektur, und vom Castillo de Guzmán el Bueno hat man einen Rundblick auf den Hafen und bei klarer Sicht auch auf den Mons Abila einer der zwei Säulen des Herakles. Wir standen auf einem Campingplatz unweit Tarifas und erreichten die Innenstadt mit den Rollern in 10 min. Am nächsten Tag fuhren wir die 45km nach Gibraltar.

Gibraltar

(29.09.19) Nach dem Tarifa-Besuch wollten wir unserer Ländersammlung noch ein weiteres Land hinzufügen, nämlich Grossbritannien. Nach einer Passkontrolle waren wir auf britischem Hoheitsgebiet. Gibraltar hat zwar ein eigenes Parlamentsgebäude, die Macht liegt jedoch beim Unterhaus in Westminster. Wir liessen uns zu einer Taxifahrt zu allen Sehenswürdigkeiten überreden, womit wir uns stundenlange Fussmärsche über den Felsen und die Wartezeit an der berühmten Seilbahn ersparten. Nach einer kurzen Besichtigung der St. Michaels Cave, und den Säulen des Herakles, ging es an den Berberaffen vorbei, die überall herumlaufen und sich alles erlauben. Unseren Taxifahrer kannten sie bereits. Er ist "The Man with the nuts". Ein freches Weibchen nutzte sogar unseren Seitenspiegel als Transportmittel. Ein besonderes Bild gaben auch die vielen Frachtschiffe ab, die durch die Strasse von Gibraltar ihre Waren in alle Welt verschiffen.

Sierra Nevada (Balerma)

(02.10.19) Noch am 26.09.19 kamen wir am Camping Mar Azul an. Der Plan war, mit den Rollern das nahegelegene Gebirge Sierra Nevada (spanisch schneebedecktes Gebirge) zu erkunden. Es ist das höchste Gebirge der Iberischen Halbinsel mit 3479m. Trotz der Höhe und Ende September, war es sehr heiss. Das Tal zwischen Gebirge und Meer ist voll mit Gewächshäusern, in denen Gemüse und Früchte für ganz Europa angebaut werden. Nach dem Ausflug entspannten wir am Pool. Es gefiel uns sehr gut, weshalb wir noch einen Tag länger blieben. Morgens am 29.09.19 ging es dann weiter Richtung Valencia.

Valencia

(07.10.19) In Valencia hatten wir einen schönen Campingplatz ausserhalb gefunden, von wo die Strassenbahn in die Stadt fährt, den Valencia Camper Park. Am 30.09.19 fuhren wir mittags in die Innenstadt und begannen unsere Besichtigung bei der Markthalle (Mercado Central). In einer grossen Halle werden hier Spezialität aus der Region, frisches Obst und Gemüse, Fisch und Fleisch feilgeboten. Danach ging es zur Kathedrale von Valencia (Catedral de Santa María de Valencia), wo wir uns den Eintritt ins Hauptschiff sparten und auf den Turm stiegen. Von dort oben hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Stadt und ihr Gewirr aus kleinen Gassen und Strassen. Sehr ungemütlich wird es jedoch, wenn Micalet, die grösste der 14 Glocken im Turm, zur vollen Stunde schlägt. Wir hielten es für eine gute Idee wieder eine Rundfahrt mit einem Hop-On-Hop-Off Bus zu machen. Mit dem Anbieter City-Seightseeing hatten wir in anderen Städten schlechte Erfahrungen gemacht, deshalb entschieden wir uns für die lokale Variante. Vorbei am Palau de les Arts Reina Sofía, dem Opern- und Kulturhaus, und dem Ciudad de las Artes y las Ciencias, ein Gebäude und Parkkomplex, in dem auch das Wissenschaftsmuseum Museu de les Ciències Príncipe Felipe steht, ging es zum Hafen, der sehr wichtig ist für die Hafenstadt Valencia.

Sardinien Teil 1

(12.10.19) Um in den letzten zwei Wochen noch etwas Ruhe zu haben und länger an einem Ort zu bleiben, nahmen wir am 01.10.19 die Fähre von Barcelona nach Porto Torres. Dort angekommen, ging es erstmal ein bisschen in den Norden der Mittelmeerinsel, nach Porto Pollo, wo wir uns mit einem Kollegen von Norbert trafen. Noch am selben Tag fuhren wir fast ganz in den Süden zum Surfspot Buggerru. Manche denken jetzt vielleicht, dass auf Sardinien keine Wellen sind, aber wie man auch im Video sieht, waren die Wellen gigantisch. Ich habe mir ein paar schlimme Schürfwunden zugezogen, als ich auf der Hafenmauer stand und die Wellen filmen wollte. Mit Surfen wurde es dann für mich erstmal nichts, weil ich nicht mehr ins Wasser durfte, meine Mutter und meine Schwester verzichteten mir zuliebe. Bei den Wellen hätten wir eh nicht viel zu Lachen gehabt. In Buggerru befindet sich ein altes Bergwerk, in das man mit einem kleinen Zug hineinfahren kann. An manchen Stellen ist der Fels aufgebrochen, so dass man das Meer sehen kann. Wir machen eigentlich jedes Jahr im Herbst Urlaub auf Sardinien, doch diese Ecke von Sardinien sahen wir zum ersten Mal. Das liegt daran, dass wir immer an einen Ort gefahren sind, der uns gut gefallen hat. Letztes Jahr hatten wir einen einsamen Strand gefunden, den wir auch nun wieder anfuhren...

Sardinien Teil 2

(16.10.19) Auf einer Halbinsel , an deren Ende eine Fischzucht liegt, haben wir wieder unseren "Stammplatz" eingenommen. Eingerahmt von Wasser, auf der einen Seite ein See, auf der anderen das Meer, genossen wir den Rest unserer Reise. Die Zeit ging rum mit Lesen, Malen, und Baden. Abends gab es manchmal ein Lagerfeuer mit selbstgesammelten Holz und am letzten Tag auch Stockbrot. Abgesehen von ein paar wenigen Badegästen, war es sehr einsam und eine schöne Abwechslung zu den vielen Camping- und Stellplätzen. Es war ein schöner Abschluss unserer 4-monatigen Reise, und genau richtig, vor dem immer näherrückenden Alltag nochmal zu entspannen und Energie zu tanken. Die Zeit ist viel zu schnell herumgegangen, aber das ist ja immer so bei schönen Dingen...

Heimfahrt und wieder Ankommen

(20.10.19) Nach etwa 7 Stunden Fahrt waren wir dann wieder in unserem jetzt unvertrauten Heim. Die erste Nacht war sehr komisch für mich, weil alles so gross und leise war. Jetzt sind wir schon seit Donnerstag wieder zuhause und langsam kommen wir wieder in die alten Routinen etc. Morgen ist wieder Schule, doch ich denke, dass morgen früh ein anderer Mensch in den Bus steigt und zur Schule fährt als vor 4 Monaten. Vollgepackt mit schönen, motivierenden und bestärkenden Erinnerungen und Erlebnissen im Schulranzen, erlebt man den Alltag anders. Ich habe nach all den wunderschönen Landschaften, die wir gesehen haben, gemerkt, dass es hier bei uns auch sehr schön ist. Ausserdem tut nach 4 Monaten Ausschlafen ein geordneter Tagesablauf auch mal wieder gut. Ich danke allen, die uns begleitet haben auf unserer Reise, und hoffe, dass es euch gefallen hat.
Wer die ganze Reise nochmal sehen möchte: hier geht es zur Youtube-Playlist.